Kategorie-Archiv: Aktuelle Projekte

All Inclusion

Deutsch-palästinensische Jugendbegegnung, 06.-26. August 2018 in Berlin

Der bapob e.V. veranstaltete in Kooperation mit Menino Bom Jerusalem, einem Capoeiraverein aus Beit Hanina, Ost-Jerusalem, dem Jugendkulturzentrum Grenzallee und dem Jugendclub Heckerdamm ein einwöchiges abwechslungsreiches Freizeit-, Sport- und Begegnungsprogramm – beide Jugedfreizeiteinrichtungen befinden sich in sogenannten urbanen „Problemvierteln“ Berlins. Das Projekt zielte darauf ab, mit denjenigen Kindern und Jugendlichen, die in den Sommerferien nicht verreisen (können), gemeinsam ein ganz besonderes einwöchiges Programm zu entwickeln, durchzuführen und auszuwerten. Dazu entwarfen als „Peerhelper*innen“ fungierende Berliner Jugendliche gemeinsam mit den Teamer*innen, Stadtteilführungen, planten Sportevents (Capoeira, Fußball,…), Kochworkshops und Ausflüge, an denen dann auch die „Stamm-Jugendlichen“ aus den Jugendfreizeiteinrichtungen teilnahmen. Projektsprachen waren Deutsch, Arabisch und Englisch, wobei insbesondere Berliner Jugendliche, sowie Ehrenamtliche mit Migrationshintergrund aus arabischen Ländern als Sprachmittler*innen in das Projekt einbezogen wurden. Es stand zum einen im Mittelpunkt den zehn Jugendlichen aus Jerusalem die vielfältigen Seiten Berlins zu zeigen – die historische Mitte, das arabische Leben in der Stadt und die Berliner Seen – und dabei selbst die Stadt besser und anders kennenzulernen. Zum wurden ging es darum, mit den Gästen gemeinsam deutsche und arabisch Gerichte zu kochen, sich darüber näher kennenzulernen und sich zu verständigen – und dann natürlich jede Menge über Capoeira zu lernen, zu sehen und mitzutrainieren. Capoeira ist ein Kampftanz, eine afro-brasilianische Kunstform, bei der es nie darum geht den/ die andere/n zu verletzen. Die Entstehung des Capoeira mischt sich mit der Geschichte des Widerstandes der Sklaven in Brasilien und so geht es bis heute bei jedem Kampftanz auch um Widerstand und die Sehnsucht nach Freiheit, aber natürlich auch um das Erlernen von Achtsamkeit, Rhythmusgefühl und Kommunikation. Es verwundert nicht, dass Capoeira gerade im von Israel besetzten Ost-Jerusalem so „in“ ist.

Ermöglicht wurde das Projekt durch die Unterstützung von Aktion Mensch e. V. mit der Förderaktion „Noch viel mehr vor“.

Blickwechsel – Schreiben über Flucht und Migration

Eine deutsch-französisch-libanesische Begegnung für junge Journalist*innen und Medienaktivist*innen

21 – 29.7.2018  in Berlin/ Deutschland
01. – 09.09.2018 in Zahlé/ Libanon
27.10 – 4.11.2018 in Lyon/ Frankreich

Die Begegnung richtet sich an junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren aus Deutschland, Frankreich und dem Libanon, die bereits erste journalistische Erfahrungen mitbringen und Lust auf eine dreiteilige internationale Begegnung haben, bei der wir uns für kulturelle Vielfalt und soziale Gerechtigkeit durch journalistische Arbeit einsetzen wollen.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage wie in den Medien mit dem Thema Flucht und Migration umgegangen wird und wie wir gerechter darüber schreiben können. Welche Bilder von Geflüchteten werden (re)produziert? Wie wird über Minderheiten berichtet? Wird die Berichterstattung der Komplexität von Fluchtursachen, den geflüchteten Menschen und den unterschiedlichen gesellschaftlichen Realitäten gerecht? Die gesellschaftliche Situation in Bezug auf diese Themen ist in den beteiligten Ländern sehr unterschiedlich. Jedoch liegt eine Gemeinsamkeit darin, dass die Medien jeweils einen großen Einfluss auf die Art und Weise haben, wie die Themen Flucht und Migration gesellschaftlich wahrgenommen und gedeutet werden.

Im Rahmen der Begegnung wollen wir:

  • ein besseres Verständnis der aktuellen Situation von geflüchteten Menschen aus einer sozialen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Perspektive ermöglichen
  • eine persönliche Selbstreflexion fördern und die Berichterstattung zum Thema Flucht und Migration kritisch hinterfragen sowie die eigene Rolle reflektieren
  • ein Netzwerk von Journalist*innen und Medienaktivist*innen auf lokaler und internationaler Ebene bilden, die Erfahrung, Informationen und Ideen austauschen
  • verschiedene journalistische Beiträge analysieren und gemeinsam Möglichkeiten entwickeln, wie eine interkulturelle und diskriminierungskritische Perspektive im Journalismus gestärkt werden kann.

Die Teilnehmer*innen werden während der Begegnung nach einem partizipativen Ansatz aktiv am Programm teilnehmen. Selbstreflexion, partizipative Übungen und das voneinander Lernen stehen mehr im Vordergrund als rein technische Übungen oder frontale Vorträge. Durch gemeinsame Übungen wollen wir lernen, wie eine umsichtige journalistische Perspektive gewählt und Geschichten verantwortungsvoll erzählt werden können. Wir werden persönliche und professionelle Erfahrungen austauschen, gemeinsam reflektieren und sowohl Organisationen als auch einzelnen Personen begegnen, die mit geflüchteten Menschen arbeiten oder selber zu dem Thema schreiben. Die lokalen politischen und sozialen Kontexte werden im jeweiligen Land beleuchtet.

Im Rahmen von Werkstätten werden die Teilnehmer*innen selbst journalistische Beiträge zum Thema Flucht und Migration produzieren, die anschließend in einem gemeinsamen Blog veröffentlicht werden. Alleine oder in kleinen Gruppen wird es die Gelegenheit geben unter persönlicher Betreuung zu eigenen Fragestellungen zu arbeiten. Zudem wird die Erkundung der unterschiedlichen Lebenswelten, Erfahrungen und Hintergründe der Teilnehmer*innen eine wichtige Rolle spielen.

Die Begegnung besteht aus drei Teilen in den drei Ländern, eine Teilnahme an allen drei Phasen wird vorausgesetzt. Während der Begegnung wird konsekutiv Deutsch/Französisch/Arabisch gedolmetscht, so dass fehlende Sprachkenntnisse kein Hindernis sind.

 

Kosten (inkl. Unterkunft & Verpflegung):

Der Teilnahmebeitrag für alle Begegnungen beträgt nach Selbsteinschätzung zwischen 450,- bis 750,- €.

Die Fahrtkosten werden anteilig erstattet, weitere Infos auf Anfrage.

Anmeldung: bitte Formular ausfüllen und uns zuschicken.

Kontakt & Infos:
Karine Reindlmeier: 
karinereindlmeier[at]bapob.org

 

Partner: Tabadol Lyon und Mashallah News (Link: https://www.mashallahnews.com)

Blog mit den journalistischen Beiträgen, die im Rahmen der vorherigen Begegnung entstanden sind: https://wejhat.mashallahnews.com/

FB 27 & 28-15 / Wenn Identität ausgrenzt…

Deutsch-kroatisch-französischer Fachkräfteaustausch «Wenn Identität ausgrenzt…»

06.-13. Dezember 2014 in Berlin

15.-22. August 2015 in Otocac, Kroatien

5.-12. Dezember 2015 oder Frühjahr 2016 in Nord-Frankreich

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In diesem Austausch geht es darum, die eigenen Praxis und Identitäten zu reflektieren und nicht formale Methoden auszuprobieren mit dem Ziel, Inklusion zu fördern.

Dieses Projekt richtet sich an Multiplikator*innen, die sich beruflich oder ehrenamtlich in der Jugend-, Sozial- oder Bildungsarbeit engagieren (Sozialpädagog*innen, Gruppenleiter*innen, Mitarbeiter*innen der Jugendhilfeträger, Praktikant*innen, Aktivist*innen, Lehrer*innen, …).

Der deutsch-kroatisch-französische Begegnungszyklus soll einen Erfahrungsaustausch ermöglichen zu folgenden Fragen: Wie können wir mit Identitäten und Diversität umgehen? Was bedeutet die gesellschaftliche Konstruktion von Minderheiten in der Mehrheitsgesellschft für die praktische Arbeit?

Durch die unterschiedlichen Arbeitskontexte werden neue Ansätze und Zugänge zu diesen Fragen entdeckt. Interkulturelle/diversitätsbewusste Methoden werden Reflektion zu diesen Fragen fördern sowie Handlungsansätze eröffnen. Neue Perspektiven für die eigene Arbeit sollen angestoßen werden, u.a. die Möglichkeit von internationalen Jugendbegegnungen.

Bei der Begegnung in Otocac wird der Schwerpunkt beim Thema Diskriminierungen liegen. Dabei wird es sowohl um eigene und berufliche Erfahrungen gehen, als um Methoden, die in der Jugendarbeit benutz werden können. 20 Jahre nach dem Krieg in Kroatien, wird auch der Umgang mit Geschichte und Erinnerung thematisiert, sowie deren Verbindung mit der Identitätsfrage.

Bem.: eine Beteiligung an allen Begegnungen ist sehr wünschenswert, da sie auf einander aufbauen.

KOSTEN (Unterkunft, Verpflegung, Programm, Dolmetschen, Fahrtkosten*):

Berlin: 230 € (regulär), 180 € (ermäßigt), 300 € (Arbeitgeber*in)

Frankreich: 280 € (regulär), 230 € (ermäßigt), 350 € (Arbeitgeber*in)

Kroatien: 300 € (regulär), 250 € (ermäßigt), 400 € (Arbeitgeber*in)

Bei der sofortigen Zahlung des Teilnahmebeitrags für 2 Begegnungen gibt es einen Rabatt von 50€, 80€ für alle 3.

Fahrtkosten werden gemäß des doppelten Tabellensatzes des DFJW erstattet (hier, Seiten 100-103)

ANMELDUNG: bitte Formular ausfüllen und uns zuschicken.

KONTAKT & INFOS: Daniel Roques, danielroques@bapob.org / Louise Michel, louisemichel@bapob.org

PARTNER*INNEN: MIKUB e.V., OU Podum, Ceméa Nord-Pas-de-Calais

Diese Fortbildung findet mit freundlicher Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) statt.

 

Lernartnerschaft „Partizipation ohne D(a/i)ch?!“

Das Lernartnerschaft „Partizipation ohne D(a/i)ch?!“ befasste sich mit dem Thema Teilhabe und Mitbestimmung von wohnungslosen und in prekären Situationen lebenden Menschen in den verschiedenen Ländern. Betroffene und Menschen, die sich mit und für Wohnungslose beruflich oder ehrenamtlich engagieren, tauschen sich über ihre Erfahrungen zu diesem Thema aus, um ihre Praxis zu reflektieren und entwickeln.

Partnerorganisationen: „Unter Druck – Kultur von der Straße e.V.” (Berlin), Fnars Midi-Pyrénées (Toulouse, Frankreich), Glasgow Homlessness Network (Schottland), Union des villes et communes de Wallonie (Belgien), Oltalom Karitativ Egyesulet (Budapest, Ungarn)

Dieses Projekt einer Lernpartnerschaft findet mit freundlicher Unterstützung des Programms „Grundtvig“ der Europäischen Union statt.

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The partnership „Participation sans toi(t) ?!“ (Participation without you/a roof?!) focuses on the participation of homeless people or in vulnerable situations and brings different structures of this sector, large and small associations, federations, public structures, together:

the asociation bapob e.V. in partnership with the day care Unter Druck – Kultur von der Straße in Berlin, FNARS Midi-Pyrénées (national federation of associations for care and social reintegration), United Cities and Municipalities of Wallonia, in charge of Public Centres for Social Action, the Glasgow Homelessness Network, which supports the Scottish national network for participation, and finally Oltalom Karitativ Egyesulet in Budapest, which manages emergency shelters and day care for homeless people.

A meeting with all partners took place in the five countries, respectively in Germany, France, Belgium, Scotland and Hungary, bringing together professionals and volunteers in the social sector, as well as people who are or were homeless. Each meeting was an opportunity to discover the social and economic reality of the visited country, to identify the existing welfare systems and to question the notion of participation of people in precarious situations.

The heterogeneity of the present structures enabled a wealth of exchanges, each partner putting behind the word „participation“ very different conceptions and practices. The notion of participation has been tackled from the individual angle (empowerment), in terms of participation in welfare structures (self-management, participation in decisions, activities or in the organisation) as well as on a political level (participation in the development and evaluation of public policies). The visits were an opportunity to discover these different forms and approaches of participation, and to reflect on the place given to those admitted in decision-making. We also looked at the obstacles and levers to participation and the conditions for success of the implementation of the various models. The discussions about the „Participation-Toolkit“, initiated by the Glasgow Homelessness Network, with various tools of participation, enabled us for example to ask ourselves specifically on the strategies to increase participation.

The exchange of practices allowed the participants to reflect on their practices, how they could develop them based on concepts and ideas found in each country. We have asserted that the heterogeneity of participation was partially linked to the structuring, very different in each country, of the public welfare policies. For example, some partners (France, Scotland) are required to develop participation in response to a request from administrations to consult the beneficiaries of welfare services (top-down approach), while others, whose history started by the mobilisation of homeless people (bottom-up approach), stand for the co-management of the services, the defense of their rights or also collective mobilization.

At the last meeting in Budapest we did a review of the practices which the participants have retained to increase participation in their organisation or country. Some of the practices have been cited as examples: instances for political participation of homeless people; training for homeless people for participation; „peer-mentoring“; projects created and self-managed by the homeless people; presence of homeless people on the boards of care establishments…

Besides changing practices on the local level, we wanted to share the results of our partnership at a press conference in Budapest and have worked together in a joint letter to political institutions in the partner countries and on a European level.

FB 23-18 Interkulturelle Begegnungen mit dem Mittelmeerraum

Deutsch-französisch-algerische Fortbildung für angehende Teamer*innen der internationalen Jugendarbeit // Zertifizierende Grundausbildung (Infos hier)

FB 23-18: 09.-16. November 2018 in Berlin

Teil 2 in Marseille im Frühjahr 2019 (FB 24-19), Teil 3 in Algerien in der 2. Jahreshälfte 2019 (FB 25-19)

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Zielgruppe: Dieser Weiterbildungszyklus richtet sich an Multiplikator*innen, Sozialarbeiter*innen, Lehrer*innen, Gruppenleiter*innen und Freiwillige in Jugendeinrichtungen, die (internationale) Jugendprojekte organisieren möchten und Interesse an interkultureller Arbeit mit den Ländern des Mittelmeerraumes haben.

Ziel der Weiterbildung ist es praktische Methoden, Fertigkeiten und organisatorisch Wissenswertes zu vermitteln, um Begegnungsprojekte zu planen und durchzuführen. Hierbei stehen die eigenen Erfahrungen als Grundlage für die Reflexion

über interkulturelle Lernprozesse im Zentrum.

Dieser Zyklus aus drei Seminaren ist praxisnah aufgebaut und orientiert sich an folgenden Schwerpunkten:

  • Vermittlung von pädagogischen Grundlagen und spezifischen Methoden des interkulturellen Lernens. Hierzu gehören Übungen und Spiele, Sprachanimation, verbale und nonverbale Kommunikation, Umgang mit Konflikten, unterstützenden pädagogische Mittel (Video, Foto, Theatermethoden…)
  • Workshops und Simulationen: Von der Vorbereitung bis zur Auswertung, Kontaktaufnahme zu lokalen Organisationen und Vereinen, Planung und Konzeption, Kommunikation mit den Partnerorganisationen, organisatorische Herausforderungen in der Umsetzung, Möglichkeiten Gelder zu akquirieren,…

Einen besonderen Fokus werden wir dabei auf die Arbeit mit Ländern des südlichen Mittelmeerraumes legen.

Kosten (inkl. Unterkunft und Verpflegung)

Deutschland: 230 € (regulär), 180 € (ermäßigt)

Frankreich: 280 € (regulär), 230 € (ermäßigt)

Algerien: 350 € (regulär), 300€ (ermäßigt)

Fahrtkostenerstattung gemäß des doppelten Tabellesatzes des DFJW (hier, Seite 43-44)

Anmeldung: bitte Formular ausfüllen und uns zuschicken.

Kontakt & Infos:
Mirco Heller, mircomheller[at]bapob.org

Partner:
Une Terre Culturelle, Marseille/Frankreich und Association Graine de Paix, Oran/Algerien

Diese Fortbildung findet mit freundlicher Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) statt.